Im Restaurant bestellen wie ein Einheimischer
Die richtigen Formeln, der Ablauf eines Menüs und die kleinen Höflichkeiten, die zwischen Straßburg und Marseille alles ausmachen.
Eintreten und grüßen
In Frankreich sagt man beim Eintreten „Bonjour" – immer. Nicht zu grüßen gilt als unhöflich. Dann: „Une table pour deux, s'il vous plaît." Oder, wenn reserviert: „J'ai réservé au nom de Schmidt."
Die Bestellformeln
- Je voudrais… (Konditional, höflich) – besser als Je veux, das kindlich klingt.
- Je vais prendre… – sehr gebräuchlich, natürlich.
- Pour moi, ce sera… – ideal, wenn reihum bestellt wird.
- Qu'est-ce que vous me conseillez ? – erfreut die Bedienung und führt zu den besten Empfehlungen.
Der Aufbau eines Menüs
| Gang | Schlüsselwort |
|---|---|
| Aperitif | un kir, un pastis, ein Glas Weißwein |
| Vorspeise | Salat, Suppe, Wurstplatte |
| Hauptgang | le plat principal |
| Käse | ja, vor dem Dessert! |
| Dessert | Tarte, Mousse, Crème brûlée |
| Kaffee | immer danach, nie währenddessen |
Der Gargrad
Man wird fragen: „Quelle cuisson ?" Antworten: bleu (sehr blutig), saignant (blutig/rot), à point (Achtung: rosa, aber deutlich rosaer als deutsches „medium"), bien cuit (durch).
Rechnung und Trinkgeld
„L'addition, s'il vous plaît." Das Service ist per Gesetz inklusive. 1–2 € für einen Kaffee oder ca. 5 % für ein gutes Essen sind willkommen, aber nie Pflicht.
Im Elsass
In einer Straßburger Winstub bleibt man mit der Bedienung meist beim Sie. Probieren Sie Choucroute oder Flammekueche – dazu ein Glas Riesling.