Praktisches

Zweisprachige Schulbildung in Freiburg: Optionen, Kosten, Fallen

Französische Kita, zweisprachige Grundschule, AbiBac am Gymnasium: Wie man sich im Freiburger zweisprachigen Bildungsangebot zurechtfindet — mit realen Preisen und echten Wartelisten.

Marie Dubois · · 1 Min.

Eine zweisprachige Schule in Freiburg zu finden, heißt nicht, eine seltene Schule zu finden. Es heißt, in jeder Bildungsstufe das richtige Format zu wählen. Hier eine ehrliche Übersicht.

Frühkindliche Bildung (0-6)

Drei Hauptoptionen:

  • Kita Le Petit Prince (Wiehre): deutsch-französische Vereinskita, einkommensabhängig (280–600 €/Monat). Warteliste: 18 Monate.
  • Kita AWO interkulturell: öffentlich, nicht spezifisch französisch, nimmt aber französische Kinder auf.
  • Private „Garderie des Colombes“: 100 % französischsprachig, ab 2 Jahren, 950 €/Monat. Klein, sehr begehrt.

Die Grundschule

Zwei Wege:

  • École française libre Paul-Claudel in Colmar (für Grenznahe oder bei akzeptierter Pendelei). AEFE-homologiertes Programm. ~4000 €/Jahr.
  • Deutsche Grundschulen mit „Französisch verstärkt“: die Vigeliusschule und die Hebelschule bieten ab der 1. Klasse 3 bis 5 Wochenstunden Französisch.
„Zweisprachigkeit kann man nicht kaufen. Man wohnt in ihr.“ — eine Schulleiterin in Mulhouse.

Sekundarstufe

Zwei Angebote:

  1. AbiBac am Goethe-Gymnasium (Freiburg-Mitte) — binationales Abitur, in französischen und deutschen Universitäten anerkannt. Kostenlos, sehr selektiv, ca. 30 Plätze/Jahr.
  2. Deutsch-französisches Gymnasium Freiburg (teilweise in Breisach) — Schulzeit von der 4. Klasse bis zum Abitur. Kostenlos für Einheimische, Anmeldung im März.

Fallen, die man meiden sollte

1. Die Warteliste. Für Kitas: in der Schwangerschaft anmelden. Für AbiBac: das Kind ab Klasse 5 vorbereiten.

2. Die Illusion totaler Immersion. Keine Freiburger Schule ist nach der Kita 100 % frankophon. Unterstützung zu Hause einplanen.

3. Versteckte Transportkosten. Breisach heißt 45 Minuten Schulbus. Schon bei der Wohnungswahl bedenken.

Der richtige Reflex

Nehmen Sie Kontakt mit dem französischen Generalkonsulat in Stuttgart oder der Bildungsabteilung des Carl-Schurz-Hauses auf: Sie pflegen eine aktuelle Liste der Einrichtungen mit Erfahrungsberichten. Und sprechen Sie mit anderen Eltern: Mundpropaganda schlägt alle offiziellen Webseiten.

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