Gastronomie

Crémants aus dem Elsass für Einsteiger

Flaschengärung, faire Preise, geradliniger Charakter: Der Crémant d'Alsace ist oft das beste Schaumweingeschäft der Region. Kleiner Ratgeber, um nichts falsch zu machen.

Pierre Lambert · · 1 Min.

Das Wort „Champagner“ ist geschützt: Nur die Champagne darf es verwenden. Die Methode aber darf reisen. Im Elsass heißt sie Crémant. Und sie wird seit 1976, Gründungsjahr der AOC Crémant d'Alsace, sehr ernsthaft angewandt.

Die zugelassenen Rebsorten

  • Pinot blanc / Weißburgunder (am häufigsten, sorgt für Weichheit)
  • Auxerrois (Feinheit, Rundung)
  • Pinot noir / Spätburgunder (für Rosés und manche Weiße)
  • Riesling (Spannung, Mineralität)
  • Pinot gris / Grauburgunder und Chardonnay (seltener)

Die wichtigsten Stile

Ein „klassischer“ Crémant d'Alsace ist ein Brut aus Pinot blanc oder Auxerrois. Frisch, blumig, 12 bis 14 €. Perfekt zum Aperitif, zum Flammkuchen oder sogar zu Sushi.

Ein Blanc de Noirs-Crémant (100 % Pinot noir) ist weiniger, strukturierter — man kann ihn zu Fisch oder Geflügel reichen.

Ein Rosé-Crémant, stets 100 % Pinot noir, ist in Freiburg der Star der Sommerabende. Vorsicht bei allzu süßen Varianten.

„Ein guter Crémant ist Champagner ohne die Geldbörsenmüdigkeit.“ — ein Sommelier aus Colmar.

Was Crémant vom Champagner unterscheidet

Weniger Säure, oft mehr unmittelbare Frucht, Preise 30 bis 50 % niedriger. Dafür können große Champagner-Cuvées länger altern. Für den Alltagsgebrauch gewinnt der Crémant.

Drei Produzenten, die man kennen sollte

  • Pierre Sparr (Sigolsheim): zuverlässig, überall, ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis.
  • Dopff au Moulin (Riquewihr): einer der Crémant-Erfinder, Cuvée Bartholdi sehr fein.
  • Domaine Albert Mann (Wettolsheim): bio, elegant, bei anspruchsvollen Freiburger Weinhändlern zu finden.

Wo in Freiburg kaufen

Die meisten Supermärkte führen Einsteiger-Crémants (8–10 €). Für höhere Qualität lieber Vinum (Bertoldstraße) oder Weinhaus am Markt, die direkt importieren.

Letzter Tipp: bei 7–8 °C servieren, nicht kälter. Und schmale Flöten meiden — ein klassisches Weißweinglas zeigt das Aroma viel besser.

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