Farben und die seltsamen Angleichungen
Eine blaue Hemd, braune Augen, orange Kleider: Warum manche Farben angeglichen werden und andere nicht.
Die Grundregel
Ein Farbadjektiv passt sich dem Nomen in Genus und Numerus an: une voiture bleue, des voitures bleues. Einfach – solange es bei den Grundfarben bleibt.
Regelmäßige Farben
| Maskulin | Feminin | Plural |
|---|---|---|
| bleu | bleue | bleus / bleues |
| vert | verte | verts / vertes |
| noir | noire | noirs / noires |
| gris | grise | gris / grises |
| blanc | blanche | blancs / blanches |
Unveränderliche Farben: Nomen als Adjektiv
Wenn eine Farbe eigentlich ein Nomen ist (Frucht, Stein, Blume), bleibt sie unverändert:
- des yeux marron (marron = Kastanie)
- des robes orange (orange = Frucht)
- des murs turquoise, olive, kaki, crème, chocolat
Historische Ausnahmen, die doch angeglichen werden: rose, pourpre, mauve, fauve, écarlate.
Zusammengesetzte Farben
Sobald ein Zusatz (clair, foncé) oder eine zweite Farbe dabei ist, bleibt alles unveränderlich:
- des yeux bleu clair (nicht „bleus clairs")
- une veste bleu marine
- des chaussures vert foncé
Falle für Deutschsprachige
Deutsch kombiniert einfach: hellblau, dunkelgrün. Im Französischen ist die Nicht-Anpassung Pflicht – niemals bleues claires. Merksatz: Steht ein Zweitwort daneben, entfällt die Angleichung.
„Il est bleu" oder „c'est bleu"?
Konkreter Gegenstand: Le ciel est bleu. Allgemeiner Begriff: Le bleu, c'est apaisant.